Wir verpassten den Anschluss um drei Minuten, fanden aber eine winzige Bäckerei am Rand des Bahnsteigs. Die Bäckerin reichte uns noch warme Mohnschnecken, verpackt in Papier, lächelte müde und stolz. Später, auf einer Bank im Schatten, schmeckte die Verzögerung nach Geschenk. Der neue Takt führte uns zu einem anderen Einstieg, einer stilleren Runde, einer Bank ohne Menschen. Manchmal sind Umwege die schönste Zutat, die eine Wanderung unverwechselbar macht und Herzen weich werden lässt.
Kurz vor Sonnenuntergang raschelte es im Ginster. Ein junger Fuchs, neugierig und vorsichtig, huschte über den Weg, blieb stehen, blickte, verschwand. Wir hielten Atem und Stimmen, bis der Wind wieder nur Heide roch. Das Picknick war längst gegessen, doch dieser Moment nährte uns mehr als jede Mahlzeit. Später im Zug erzählten wir leise, als ob er mithörte, und versprachen, beim nächsten Mal noch achtsamer aufzutreten, damit solche Begegnungen bleiben können.
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